Bob Ibex

Yak Einrad Reiseanhänger von Bob

Reschenpass, Gaviapass
oben: Reschenpass, unten: Abfahrt von Gaviapass

"Yaks, die wendigen, trittsicheren Lastentiere, sind wohl das Vorbild dieses Off-Road Einradanhängers. Unser Fahrtest hats bestätigt: Im Gelände, auf Fusspfaden und auf der Strasse läuft er völlig spurtreu auch bei hohen Tempi und in engen Kurvenfahrten. Dies dank dem schmalen, steifen CroMo-Rahmen und der cleveren Kupplung. Die Montage ist simpel! Der bestehende Hinterrad-Schnellspanner wird gegen den verlängerten BY-Spanner ausgetauscht. Nun wird der Anhänger beim BY-Schnellspanner eingehängt und mit zwei Splinten gesichert. Einzige Montagebedingung: Die hinteren Gabelausfallenden des Velorahmens sollten 140-156mm breit sein (aussen gemessen). Mit einer max. Zuladung von 30kg wird er auch als Tandemanhänger interessant. Für Liebhaber von vollgefederten Bikes die Chance, einen längeren Trip mit Gepäck zu bestehen."

Quelle: Veloplus

Erfahrungsbericht

Flüela-Pass, Bob Ibex
Mit dem Bob den Flüela bezwungen

Tatsächlich überzeugt der Bob Ibex. Bei den Testfahrten vor der Verloplus-Filliale in Ostermundigen sind wir hell begeistert. Randsteine und Unebenheiten im Boden sind mit dem Ibex ohne Probleme zu meistern, egal ob mit dem Rennrad oder dem Bike. Allerdings ist der Anhänger mit dem Rennrad deutlicher zu spüren. Die speziellen Achsen sind schnell montiert. Allerdings mussten wir die Achse kürzen.

Die gelbe Tasche des Ibex ist wasserdicht: Der "Sack" wird zusammengerollt und danach mit drei Schnappverschlüssen verschlossen. Mit einem Gummizug kann die Tasche sicher auf den Ibex gepackt werden. Die wasserdichte und sichere Verpackung geht aber leider auf Kosten der Geschwindigkeit beim ein- und auspacken. Daher sollte oft benötigtes Material (Zwischenverpflegung, Regenschutz, trockenes Shirt...) in einem separaten Rucksack verstaut werden.

Auch bei der Bepackung des Ibex kann man leider einiges falsch machen: Hungrig wie wir waren und aus Angst vor dem kommenden Sonntag, haben wir auf unserer ersten Tour mit dem Ibex übermässig eingekauft. Teigwaren mit Sauce, Dosenravioli, flaschenweise Elektrolytgetränke. Dementsprechend brutal war der Schlussaufstieg nach Davos. Aus unserem Fehler haben wir gelernt. Das Gewicht des Ibex haben wir drastisch reduziert. Die Rucksäcke wurden wieder schwerer beladen. Derjenige mit dem Anhänger hatte es daraufhin etwas leichter.

Ernsthafte Probleme bereitet der Ibex allen Rennradfahrern bei starken Steigungen. Mit den harten Gängen eines Rennrads sind Steigungen ab 8% kaum mehr fahrbar, kleinere Steigungen sind extrem kräftezehrend. Wer Pässe fährt, sollte sich gut überlegen, ob er den Ibex wirklich braucht und gegebenenfalls besser ein Bike nehmen. Hingegen fährt der Ibex auf Flachetappen dem Rennvelo praktisch "gratis" hinterher.

Fazit

Der Ibex macht Spass! Er bietet viel Platz für Material und Proviant. Der Rücken kann entlastet werden. Auf Flachetappen ist man mit dem Fahrradanhänger verhältnismässig schnell unterwegs, auch schwieriges Gelände ist mit einem Bike und dem Ibex noch befahrbar. Allerdings sollte man sich Gedanken über eine "gerechte" Aufteilung des Gewichts machen, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist und bei der Planung gut überlegen, auf welches Gepäck man allenfalls verzichten kann.

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